Schleife durchs Moos über Pöttmes und Schrobenhausen

Permanenter eigener Radweg, lange gerade Wege




23. 5. 2017 GPX-Viewer



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Karte bei gpsies.com:


Die Tour startet an einem der schönsten Plätzchen in Ingolstadt, am Astronomischen Park, und führt entlang der Donau und führt über Hundszell und Hagau nach Weichering.

Nach dem Naherholungsgebiet von Weichring trifft die Tour erstmals auf den charakteristischen Anblick, der diese Strecke nachdrücklich prägt: Die langen geraden Strecken, die auf eingenen Radwegen verlaufen und die schier endlosen Birkenalleen.

Das Donaumoos entstand durch die Entwässerung eines großen Niedermoores um 1796; Die Ortsnamen verweisen auf den damaligen Kurfürsten von Bayern Karl II (Karl Theodor).

Zahllose Entwässerungskanäle durchziehen auch heute noch die Gegend. Durch die systematische Planung am Zeichenbrett sind die Straßenverläufe hier nicht historisch gewachsen und entsprechend organisch gewunden sondern schnurgerade eben wie ein Lineal.

Wer im Frühjahr durchs Moos fährt kann die schwarze Mooserde in den Äckern sehen.

Durch Erosion aber auch durch Prozesse im Boden sackt derzeit das Donaumoos stetig weiter ab, jährlich etwa um 1,5 cm.

Übrigens verfügen die meisten Straßen außerorts imMoos über einen separaten asphaltierten Radweg. Man kann bequem z.B. nach Neuburg fahren.

Die Ortschaft Berg im Gau liegt mittig im Moos - ungewöhnlicherweise auf einem Hügel. Zwar ist dieser Hügel nicht sehr hoch, ihn einen Berg im Ortsnamen zu nennen ist schon etwas verwegen; wer allerdings auf dieser Anhöhe steht und in eine ansonsten brettflache Landschaft blickt, der fühlt doch ein bisschen Gipfelglück.

Leider bietet Berg im Gau keine direkte Aussichtsplattform; der höchste Punkt ist natürlich die Kirche; vielleicht klingelt man einfach irgendwo und fragt ob man mal zum Dachfenster rausgucken kann wegen der Aussicht.

Die Radwege neben den Straßen nach Berg im Gay enden alle einige Kilometer von Berg im Gau. Dann muss man die Autostraßen benutzen; daher ist dies Ortschaft auch nicht Teil der hier vorgestellten Route.

Wer Berg im Gau stressfrei besuchen will: Von Edelshausen an führt ein durchgängiger ausgeschilderter Radweg.

Pöttmes ist eine hübsche kleine Ortschaft; wer allerdings hier eine Brotzeit plant sollte sich zumindest am Sonntag vorab informieren welche Gastwirtschaften geöffnet haben. (Ein klasse Lokal ist z.B. das Bambi, sonntags ab 17:00 Uhr.)

Prägend für diese Ortschaft ist das Schloss Gumppenberg, der Sitz der uralten Adelsgeschlechts, die hier von Vohburg kommend, seit dem 13. Jahrhundert in Pöttmes residieren. Das Geschlecht Gumppenberg hat zahlreiche namhafte Persönlichkeiten hervorgebracht, darunter Botaniker, Minister, Dichter Theologen und Diplomaten. 1919 wurde der Adelstitel aberkannt, das Schloss ist zum Teil sanirungsbedürftig und ist abgesehen von Veranstaltungen nicht der Öffentlichkeit zugänglich.

Wenige Kilometer nach Pöttmes ist rechts des Radweges auf einem Hügel ein metallenes Bauwerk zu sehen. Es handelt sich hier um ein Drehfunkfeuer, einem Funkleuchtturm, der in der Luftfahrt als Navigationshilfe dient. Das Bauwerk selbst und auch die Aussicht sind sehr lohnend.

In einem Waldgebiet beginnt eine leichte Steigung: Das Moos endet hier allmählich und Schrobenhausen kommt in Sicht.

In Schrobenhausen gibt es nun im Zentrum zahlreiche Gelegenheiten, Hunger und Durst zu stillen.

Der letzte Streckenabschnitt gestaltet sich ebenso problemlos. Mit der Sonne im Rücken kann man von vielen Stellen entlang des Radwegs aus ins Moor hineinschauen, eine leichte Anhöhe reicht bereits um einen guten Fernblick zu ermöglichen.

Etwa nach Edelshausen wird nun auch Berg im Gau am Horizont, aber nicht weit entfernt, sichtbar.

In Karlskron wird ein letztes Mal wird der typische Donaumoos-Charakter mit den Birkenalleen sichtbar, und die Strecke kreuzt einen der letzten Entwässerungskanäle. Dann erreicht die Strecke Zuchering.

Das letzte Stück ist mit dem Streckenbeginn identisch und führt entlang der Donau bis zur Glacis-Brücke. Die Tour endet beliebig an der Schloßlände beim Hartmannplatz.




Streckencharakter

Rundtour von 80 km Länge. Außerorts stets ein eigener asphaltierter Radweg neben der Autostraße (abgesehen von einem 500 m kurzen Stück bei Brunnen). Auch innerorts zum größeren Teil ein eigener Radweg.

Kein Schotter, keine Waldwege.

Im Moos, d.h. bis Pöttmes flach wie ein Brett. Auf den Rückweg einige sehr sanfte Steigungen mit schönen Aussichten übers Moos. Angenehme Strecke ohne steile Anstiege.